Wenn man einen Apfelbaum hat oder – in abgeschwächter Form – jemanden kennt, der einen Apfelbaum hat und von diesem Jemanden eine ganze Kiste voller leckerer Äpfel bekommt, ist das schon eigentlich recht luxuriös. Äpfel aus dem eigenen Garten? Genauso wunderbar wie Himbeeren, Erdbeeren und Blaubeeren aus dem eigenen Garten!

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Leider waren die Augen in diesem Fall ein bisschen größer als der tägliche Appetit auf Äpfel und die Kiste voller Äpfel noch größer als die Augen (Man kann Äpfel ja immer mal gebrauchen, und wenns für Apfelmus ist!). Und so kommt das englische Sprichwort, das einem nahelegt, doch jeden Tag einen Apfel zu essen, hier nicht ganz zur Geltung. Was abgesehen von der Tatsache mit dem Arzt wirklich sehr schade ist, denn die wirklich leckeren Äpfel liegen auf der Terrasse und warten darauf gegessen zu werden und wegschmeißen – nee, das dann doch lieber nicht mit Äpfeln aus dem Garten. Hin und wieder kommen die kleinsten Mitbewohner in den Genuss eines Stückchens (und freuen sich wirklich wahnsinnig!) und seit einiger Zeit ist es mein erklärtes Ziel, jeden Tag dem Rat des Sprichworts zu folgen – zumindest jeden zweiten Tag klappt das auch.

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Aber auf die Dauer sind Äpfel pur und in ihrer gesunden Urform auch nicht so meins und einmal ganz abgesehen davon scheine ich dem Berg auf der Terrasse auch immer noch nicht Herr zu werden. Also müssen Alternativen ran, und zwar solche, die die Äpfel mit einigen (oder vielen) Kohlenhydraten zu ihrer Höchstform auflaufen lassen. Apfelpfannkuchen zum Beispiel. Oder Apfelkuchen. Oder (aber da werde ich hier leider nicht weit mit kommen) Bratäpfel.

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Für den Anfang sind es erst einmal minikleine Apfelgugl (einen Apfel pro Ladung wird der Berg kleiner – yeah!). Und was passt besser zu einem Apfel als Zimt? Gut, da gehen die Meinungen hier sehr auseinander, aber zumindest ohne die zimtkaramellisierten Mandeln in den Gugls hält sich der Zimtgeschmack für die Nicht-ZImtliebhaber in Grenzen. Und der Vorteil daran ist ganz eindeutig, dass ich mir auf meine Gugls die doppelte Portion zimtkaramellisierter Mandeln packen und den Rest, der noch übrig bleibt, so pur vom Löffel essen kann. Yeah!


Ida

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Minikleine Apfelgugl mit zimtkaramellisierten Mandeln (für ca. 24 Stück)

25 g gehackte Mandeln
1 kleiner Apfel
90 g Puderzucker
1 Ei
60 g Butter
100 g Mehl
40 ml Milch
1/2 TL Zimt

30 g gehackte Mandeln
1/2 TL Zimt
2 TL Zucker
2,5 EL Wasser

evt. Fett für die Form

  1. 35 g gehackte Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie goldbraun sind, und zur Seite stellen. Den Apfel schälen, entkernen und in sehr feine Würfel schneiden. Ebenfalls zur Seite stellen.
  2. Den Puderzucker mit dem Ei einige Minuten schaumig schlagen. Dann die Butter hinzufügen und alles nochmals kräftig schaumig schlagen.
  3. Abwechselnd Mehl und Milch, dann Zimt, den Apfel und die gerösteten Mandeln unterheben.
  4. Den Teig mit zwei Teelöffeln in eine (ggf. gefettete) Form geben. Die Form anschließend ein paar Mal auf die Arbeitsfläche “klopfen”, damit sich der Teig gleichmäßig verteilt. Im vorgeheizten Backofen bei 180° (Ober- und Unterhitze) ca. 15 Minuten backen.
  5. Die Gugls anschließend kurz abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen und ganz auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
  6. Die Mandeln für die Füllung in einem Topf goldbraun rösten. Währenddessen Zucker, Zimt und Wasser in einer Schüssel verrühren. Die Zuckermischung anschließend in den Topf geben (Achtung, das spritzt!) und alles kräftig umrühren, bis der Zucker zu karamellisieren beginnt.
  7. Dann den Topf vom Herd nehmen und mit einem Teelöffels und dem Ende einer Kuchengabel oder eines Teelöffels jeweils etwas von den karamellisierten Mandeln in die Mitte der Gugls geben und leicht andrücken. Auskühlen lassen.

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Zimtschnecken. Sie erinnern mich nicht nur an Stockholm, an kleine Cafés, schmale Gassen, umsäumt von bunten Häusern mit Fensterläden und das überall durchscheinende glitzernde, blaue Wasser. Wenn ich an Zimtschnecken denke, habe ich gleich auch immer den Duft von frischgebackenem Hefeteig in der Nase – die Kombination aus Hefeteig, Zimt und Zucker in ihrer perfekten Vollendung, sozusagen.

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Wie gut, dass die liebe Clara von Tastesheriff diesen Monat dazu aufgerufen hat, Zimtschnecken in allen möglichen Variationen zu backen – manchmal muss man auch zu seinem Glück gezwungen werden!

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Mein Glück besteht heute aus Zimtschnecken mit kleinen Apfel- und Birnenstückchen und einer ganz leicht nach Zitrone und Buttermilch schmeckenden Glasur. Nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch lecker! Zusammen mit einer Tasse Kaffee und einer neuen Zeitschrift werden sie mir gleich den Sonntagnachmittag auf dem Sofa versüßen und verzimten – wie wunderbar!

Und ihr? Zimtschnecken im Original oder welche Sorte mögt ihr am liebsten?
Einen ganz wunderbaren Sonntag wünsche ich euch!


Ida

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Apfel-Birnen-Zimtschnecken mit einer Zitronen-Buttermilch-Glasur (für ca. 20 Stück)

400 ml Milch
130 g Zucker
1 Packung frische Hefe (42 g)
850 g Mehl
120 g Butter
1 TL Salz
1 TL Kardamom

2 Äpfel
1 Birne
70 g Butter
80 g Zucker
3 TL Zimt
1/2 TL Kardamom

1 EI

120 g Puderzucker
2 EL Zitronensaft
4 EL Buttermilch Buttermilch

  1. Für den Vorteig 1TL Zucker in 3 EL Milch auflösen und beides unter Rühren in einem Topf erwärmen, bis es lauwarm ist. Anschließend vom Herd nehmen, die Hefe in die Milch bröckeln und gut unterrühren. 3 TL Mehl hinzugeben und alles gut miteinander vermischen. An einem warmen Ort (ca. 40°) 10 Minuten gehen lassen.
  2. Währenddessen die Butter in einem Topf zerlassen und dann abkühlen lassen. Mehl, Zucker, Salz und Kardamom mischen. Erst die Milch, dann die flüssige Butter hinzugeben und unterrühren. Zum Schluss den Vorteig hinzugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  3. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ungefähr 30 Minuten gehen lassen.
  4. Währenddessen die beiden Äpfel und die Birne schälen und in sehr feine Würfel schneiden. Zucker, Zimt und Kardamom vermischen und die Butter zerlassen.
  5. Den gegangenen Hefeteig in drei Teile teilen. Jedes Stück auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals kurz durchkneten und dann zu einem ca. 1 cm dicken Rechteck ausrollen (breiter als hoch). Mit der flüssigen Butter großzügig bestreichen. Anschließend erst die Zimtmischung und dann das Obst auf dem Teig verteilen, dabei an der oberen Kante einen ca. 1,5 cm hohen Rand lassen.
  6. Den Teig von unten zu einer engen Rolle aufrollen und die obere Kante gut festdrücken. Die “Naht” nach oben legen, ca. 1,5 cm breite Stücke von der Rolle abschneiden und in eine gefettete Auflaufform legen. Dabei darauf achten, dass die Nähte immer nach innen zeigen und sich so gegenseitig verschließen. Die Zimtschnecken noch einmal ca. 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend das Ei verquirlen und die Zimtschnecken damit einpinseln.
  7. Bei 200° im vorgeheizten Backofen (Umluft) ca. 9-10 Minuten backen. Anschließen auskühlen lassen. Währenddessen den Puderzucker, die Buttermilch und den Zitronensaft glatt rühren und auf den Zimtschnecken verteilen, wenn diese ausgekühlt sind. Nach Belieben anschließend noch mit Puderzucker bestäuben.

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Wenn ich das Wort Bananenbrot höre, muss ich immer an dieses Kinderlied denken. Gehts euch auch so? Früher habe ich dabei immer eine wohl schon etwas trockene Scheibe Graubrot mit ein paar dunklen Bananenscheiben drauf vor mir gesehen. Und ehrlich gesagt das Ganze immer als nur wenig appetitlich empfunden, langweilig und dröge irgendwie.

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Wenn ich das Lied jetzt nochmal hören würde, sähe mein inneres Auge wohl etwas ganz Anderes: Einen leckeren, saftigen Kuchen. Mit dicken Schokoladenstücken, einem leichten Vanille-, Kaffee- und natürlich Bananengeschmack, ein paar Nüssen drin und Puderzucker drauf. Dazu vielleicht einen Klecks Sahne und einen heißen Kakao (Am besten der, bei dem man Zartbitterschokolade in heiße Milch einrührt – gerne auch den mit Sahne!).

Und wenns zu einem Stück von diesem Kuchen (natürlich samt Sahne und Kakao, ebenfalls mit Sahne) noch einen schönen Film gäbe, vielleicht einen richtig spannenden und langen Krimi, dann hätte meine Vorstellungskraft nicht nur ihr Bestes gegeben, sondern mein Herz würde auch vor Vorfreude hüpfen, wenn ich irgendwann noch einmal das Lied hören sollte.

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Und ihr? Mögt ihr Bananenbrot? Welche Variante? Und: Kennt ihr ein Rezept, dass meine kindliche Assoziation widerlegt und ein leckeres, saftiges Bananenbrot im wahrsten Sinne des Wortes zum Vorschein bringt?


Ida

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Banenenbrot (für eine Kastenform)

2 Eier
200 g Zucker
1 Prise Salz
80 g Margarine
1 Vanilleschote
2 Bananen
2 TL Kaffeepulver

200 g Mehl
2 TL Natron

120 ml Milch

100 g Zartbitterschokolade
60 g gehackte Mandeln

Butter und Mehl für die Form

  1. Eier, Salz und Zucker schaumig schlagen, dann die Margarine hinzufügen.
  2. Die Vanilleschote auskratzen, die Bananen auf einem Teller mit einer Gabel zerdrücken und beides zusammen mit dem Kaffeepulver zu der Eiermasse hinzufügen.
  3. In einer zweiten Schüssel Mehl und Natron vermischen und abwechseln mit der Milch zu der Eiermasse geben und unterrühren.
  4. Die Zartbitterschokolade grob hacken und mit den Mandeln unter den Teig heben.
  5. Eine Kastenform fetten und mit Mehl ausstreuen. Den Teig einfüllen, glatt streichen und bei 180° Grad (Umluft) im vorgeheizten Backofen ca. 60-65 Minuten backen.
  6. Den Kuchen anschließend kurz in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und ganz auskühlen lassen.

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Auch wenn man versucht, sich die Sache mit den Vorsätzen auszureden: Zumindest die Urlaubsplanung steht spätestens Anfang des Jahres an. So richtig fürs komplette Jahr ist bei mir noch nichts geplant. Aber: Im März gehts für ein paar Tage nach London – yeah!

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Daneben ist meine weitere Reisewunschliste für dieses Jahr recht lang: New York, nach Schweden und Dänemark würde ich gerne, nach Irland und nach Frankreich. Vielleicht Paris? Oder die Provence? Klingt beides sehr verlockend. Alle Wünsche zu erfüllen bedürfte wohl schon eines unglaublichen und großen Wunders und ich verlege die Realisierung wohl eher auf die nächsten paar Jahre- aber träumen kann ja schonmal nicht schaden. Von Lavendelfeldern, sanften Hügeln und tosender Brandung, von Akkordeonmusik, Baskenmützen und Baguette unterm Arm, von Croissant, Macarons und Madeleines.

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In einem kleinen Café in einer kleinen, alten Straße sitzen, den Menschen beim Vorbeischlendern, Reden, Lachen und Einkaufen zusehen, dabei gemütlich einen Kaffee trinken und ein Croissant oder eine Madeleine essen. Dazu weht ein leichter Wind, der Geräusche, Gerüche und vielleicht auch das leise Tosen vom weit entfernten Meer herübertreibt.

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Ob ich dieses Jahr wirklich in einem solchen Café sitze? Ich glaube kaum. Aber bis es wirklich mal soweit ist, koche ich mir zuhause einen Kaffee und esse ein oder auch zwei Madeleines. Zwar ohne Akkordeon, aber immerhin ein bisschen mit Frankreich-Gefühl.

Und ihr? Habt ihr schon Urlaubspläne? Wo gehts hin?


Ida

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Madeleines mit Orange und Vanille (für ca. 30 Stück)

100 g Butter

4 Eier
170 g Zucker
1 Prise Salz
1 Bio-Orange
1 Vanilleschote

220 g Mehl
1 Packung Backpulver

Fett für die Form 

  1. Die Butter in einem Topf schmelzen und abkühlen lassen.
  2. Währenddessen die Eier mit dem Zucker und dem Salz schaumig schlagen.
  3. Die Vanilleschote auskratzen, die Schale der Orange abreiben und 2 EL Saft auspressen. Vanillemark, Orangenschale und Orangensaft zu der Eiermasse geben.
  4. In einer zweiten Schüssel Mehl und Backpulver vermischen. Nach und nach die Mehlmischung abwechselnd mit der flüssigen Butter unter die Eiermasse rühren.
  5. Den Teig für ca. 3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
  6. Anschließend die Madeleineform einfetten und in jede Vertiefung ca. einen TL Teig geben. Das Ganze nochmals 10 Minuten ruhen lassen, dann den Teig etwas glattstreichen und bei 220° Grad (Umluft) im vorgeheizten Backofen ca. 5-7 Minuten backen.
  7. Die Madeleines kurz in der Form, dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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Wenn auch etwas spät (Etwas, haha. Mitte Januar ists bald schon!) wünsche ich euch ein ganz wunderbares neues Jahr! Ich hoffe ihr habt ordentlich reingefeiert, mit Konfetti, Knallbonbons und Luftschlangen, und habt es so richtig knallen lassen!

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Nach den ganzen weihnachtlichen, vorweihnachtlichen und silversterlichen Schlemmereien, dem Marzipan, der Schokolade, dem Lebkuchen, nach Raclette, Fondue und sonstigen kulinarischen Highlights reichen einfachere und (zumindest etwas) leichtere Sachen, um meine Geschmacksknospen explodieren zu lassen und mir kleine Glücksmomente zu bescheren. Frische Ananas, Mandarinen, ein leckeres Brot mit Frischkäse oder auch Tomatensalat mit ganz viel Knoblauch. Unbezahlbar gut!

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Das Ganze lässt sich auch zumindest ansatzweise auf Kuchen und sonstiges Gebackenes übertragen. Gut, Knoblauch und Tomaten vielleicht weniger, aber die Sache mit dem Frischkäse und mit dem Obst klingt recht vielversprechend, finde ich. Perfekt fürs Sonntagsfrühstück sind zum Beispiel Pancakes mit Limetten und Ricotta. Und abgesehen davon klingt das auch viel neujahrsdiät- und vorsätzeaffiner als  Schokoladenkuchen, Christstollen oder etwa jegliche Art von Plätzchen, nicht wahr?

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Und auch wenn ich mir Punkt Mitternacht wirklich keinen einzigen Vorsatz vorgenommen und so richtig daran, dass ich es eben nicht gemacht habe, erst irgendwann in der ersten Januarwoche gedacht habe: Auf ein wunderbares Jahr 2014, mit vielen leckeren Sachen, schönen Dingen und tollen Menschen!


Ida

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Ricotta-Limetten-Pancakes (für etwa 15 Stück)

2 Eier
Abrieb von 1 Bio-Limette
2 EL Ricotta
150 ml Milch
100 ml MIneralwasser
200 g Mehl
1 TL Natron
60 g brauner Zucker

geschmacksneutrales Öl

  1. Die Eier trennen, das Eiweiß steifschlagen und zur Seite stellen.
  2. Die Schale der Limette mit dem Eigelb, Ricotta, Milch und Wasser verquirlen.
  3. In einer zweiten Schüssel Mehl, Natron und Zucker vermischen. Die flüssigen Zutaten mit einem Kochlöffel zu den trockenen geben und nur so lange unterrühren, bis alles gleichmäßig feucht ist. Zum Schluss den Eischnee unterheben.
  4. Ein wenig Öl in einer Pfanne erhitzen und mit einem Pinsel verteilen. Etwas Teig in die Pfanne geben und auf mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun backen. Weiter so verfahren, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist.

 

Teil I der Ferien ist vorbei: Weihnachtsbaum, Familie, Geschenke und Essen in allen Variationen – normales Fondue für Fleischfresser und Gemüse-in-Bierteig-Fondue für Nicht-Fleischfresser, Gans und Ente, Kuchen, Kekse, Schokolade und Nüsse – und die Tage zwischen den Jahren, wie man so schön sagt, auf die ich mich fast immer sogar noch ein bisschen mehr freue als auf Weihnachten.

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Und ab morgen startet Teil II der Ferien: Silvester und Neujahr und die letzten Tage, bevor es wieder ans Arbeiten geht. Kulinarische Höhepunkte sind dabei ganz eindeutig Raclette (mit Pizzateig: so lecker!) und später Neujahrskuchen. Oder Rullerkes. Oder Eiserkuchen. Oder Krüllkuchen. Aber wie auch immer man die Waffeln nennen will: Lecker sind sie auf jeden Fall und seit einigen Jahren gehören sie für mich zu Silvester dazu wie Feuerwerk oder (leider) auch Dinner for one.

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Gut, man braucht dafür so ein spezielles Waffeleisen und eine Rolle zum Drehen ist auch recht sinnvoll, solange man sich nicht ständig die Finger verbrennen möchte. Aber eine solche Anschaffung lohnt sich wirklich. Und wenn mans mal ganz neutral betrachtet, kann man sich zu anderen Zeitpunkten des Jahres ja für einen anderen Namen entscheiden und die Neujahrskuchen ganz unabhängig von Silvester und Neujahr essen – vielleicht  gefüllt mit Sahne und dazu mit Schokoladensauce oder Karamellsauce? Klingt wirklich überaus verlockend, finde ich.

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Ganz verlockend ist auch der Gedanke an ein paar letzte ruhige Tage nach Silvester, bevor die Ferien zuende sind: Lesen, es sich gemütlich machen und einfach nichts tun.
In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Silvester, einen guten Rutsch und alles Gute fürs neue Jahr! Und: Danke fürs Mitlesen, Kommentieren und Dabeisein – danke von Herzen!!


Ida

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Neujahrskuchen (für ca. 60 Stück)

1 Liter Wasser
300 g Zucker
200 g Margarine

500 g Mehl
2 TL Zimt
3 Eier

  1. Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, den Zucker darin schmelzen und anschließend die Butter unterrühren, bis sie flüssig ist. Den Topf vom Herd nehmen und alles etwas abkühlen lassen.
  2. In einer zweiten Schüssel Mehl und Zimt vermischen und die Wasser-Zucker-Mischung nach und nach unterrühren. Zum Schluss ebenso mit den Eiern verfahren.
  3. Das Waffeleisen aufheizen und etwas Teig genau in die Mitte geben. Dabei darauf achten, dass nur wenig Teig auf das Eisen gegeben wird, da die Waffeln sonst gerade am Rand zu dick und nicht hart werden.
  4. Nach ca. 2-3 Minuten (die Waffel sollte goldbraun sein) das Eisen öffnen und die Waffel mit einem runden Stab (etwa mit dem Durchmesser eines Besenstiels) und einer Gabel schnell zu einer Rolle rollen (Das Ganze geht auch mit einem Holzlöffelstiel). Achtung: Der Teig wird sehr schnell hart!
  5. Die Waffeln auskühlen lassen und dann sofort luftdicht in einer Blechdose verschließen.

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Der beinahe schon unzumutbare Zustand, dass Mitte Dezember noch keine einzige Keksdose mit Plätzchen gefüllt war, ist zum Glück Vergangenheit und dank der gestrigen “Wir-müssen-alles-Versäumte-nachholen-und-starten-einen-Backmarathon”-Aktion stehen nun immerhin fünf mit leckeren Dingen gefüllte Dosen in der Küche. Neben den obligatorischen und jedes Jahr wieder in doch recht großen Mengen aus den Keksdosen in den Magen wandernden Plätzchen wie Mürbeteigplätzchen oder Schoko-Nuss-Kugeln wurde das Weihnachtsbäckereirepertoire dieses Jahr nach langem Hin- und Herüberlegen hinsichtlich der Durchführung um minikleine Spekulatiusstollen erweitert.

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Eigentlich wäre besagtes Hin- und Herüberlegen ja völlig überflüssig und unnötig gewesen, wenn man denn nicht erst kurz vor Weihnachten angefangen hätte zu backen und aufgrund (vieler) noch fehlender Weihnachtsgeschenke und zu packender Taschen für ein unglaublich langes Durchziehen des Teiges eigentlich überhaupt keine Zeit mehr gehabt hätte.

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Gut, aufgrund ebendieser nur wenig überragenden Zeitplanung sind die kleinen Spekulatiusstollen quasi geschummelte Stollen, die aber ratzfatz hergestellt sind. Und wenn sie auch nicht ganz wie das Original sind, so sind sie doch trotzdem wirklich lecker – am besten dann, wenn sie schon durchgezogen sind und der Puderzucker so richtig schön kletschig ist!

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Und plätzchen- und spekulatiusstollengestärkt können dann auch endlich die finalen Weihnachtsvorbereitungen starten: die letzten (aber leider auch die Mehrheit der) Geschenke kaufen, alles verpacken, den letzten Weihnachtsmarktbesuch machen und dann werde ich mich endlich in die Weihnachtsfeierlichkeiten stürzen. Ich freu mich drauf!

Habt wunderbare und erholsame Feiertage, leckeres Essen und eine tolle Zeit!


Ida

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Minikleine Spekulatiusstollen (für ca. 30 Stück)

40 g Rosinen
20 g Zitronat
20 g Orangeat
3 EL Rum

60 g Zucker
1 Ei
75 g Butter
110 g Ricotta

225 g Mehl
2 TL Backpulver
2 TL Spekulatiusgewürz

30 g gehackte Mandeln
5 Spekulatius

100 g Butter
130 g Puderzucker
1 Packung Vanillezucker

  1. Rosinen, Zitronat und Orangeat sehr reinhacken und mit dem Rum vermengen. Ca. eine Stunde durchziehen lassen.
  2. Zucker und Ei schaumig schlagen. Anschließend erst die Butter gründlich unterrühren, dann ebenso mit dem Ricotta verfahren.
  3. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Spekulatiusgewürz gut vermischen. Die Mehlmischung nach und nach zu der Eiermasse hinzugeben. Erst mit den Rührbesen eines Mixers, dann mit den Knethaken zu einem glatten Teig kneten. Den Spekulatius in kleine Stücke brechen und mit den Mandeln und den in Rum eingelegten Früchten unterkneten.
  4. Kleine Stollen formen (ca. 30 Stück) und mit etwas Abstand auf zwei mit Backpapier belegte Bleche legen. Im vorgeheizten Ofen bei 180° (Umluft) ca. 12-15 Minuten backen. Die Stollen anschließend auskühlen lassen.
  5. 100 g Butter zerlassen und den Puderzucker mit dem Vanillezucker vermischen. Die Stollen mit der flüssigen Butter einpinseln und in der Zuckermischung wälzen. In Blechdosen aufbewahren.

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